Die Simulation stellt keine individuelle Energieberatung, Heizungsplanung oder Rechtsberatung dar. Ergebnisse hängen von den eingegebenen Daten und vereinfachenden Modellannahmen ab.
Lohnt sich eine Wärmepumpe gegenüber einer vorhandenen Ölheizung? Mit dieser interaktiven Wärmeenergie-Kostensimulation vergleichen Sie beide Heizsysteme über ein vollständiges Jahr.
Stellen Sie Heizölpreis, Strompreis, Kesselnutzungsgrad, Heizkurve, COP-Daten, Photovoltaikertrag und Stromspeicher passend zu Ihrem Gebäude ein.
Wann ist eine Wärmepumpe günstiger als eine Ölheizung?
Ein Liter Heizöl enthält ungefähr 10 Kilowattstunden Energie. Diese Energie wird jedoch nicht vollständig als Wärme im Gebäude nutzbar. Bei einem älteren Ölkessel können Abgas-, Bereitschafts- und Verteilungsverluste den tatsächlichen Jahresnutzungsgrad deutlich verringern. Ein angenommener Nutzungsgrad von 85 Prozent bedeutet beispielsweise, dass aus einem Liter Heizöl rechnerisch rund 8,5 Kilowattstunden nutzbare Wärme entstehen.
Bei der Wärmepumpe kommt es auf die Jahresarbeitszahl an. Eine Jahresarbeitszahl von 3,5 bedeutet: Aus einer Kilowattstunde Strom entstehen über das Jahr durchschnittlich 3,5 Kilowattstunden Wärme. Ein einzelner COP-Wert aus dem Datenblatt reicht für eine belastbare Einschätzung nicht aus. Die Außentemperatur und die erforderliche Vorlauftemperatur verändern sich während der Heizperiode erheblich.
Der Rechner berücksichtigt deshalb sechs typische Datenblattpunkte, eine individuelle Heizkurve und monatliche Klimawerte für das gewählte Bundesland. Das Ergebnis bleibt eine Modellrechnung. Es ersetzt weder eine Heizlastberechnung noch eine Auslegung nach VDI 4650.
Photovoltaik und Stromspeicher realistisch berücksichtigen
Eine Jahresrechnung, bei der der gesamte Solarstrom einfach vom gesamten Wärmepumpenstrom abgezogen wird, liefert meist ein zu günstiges Ergebnis. Photovoltaikanlagen erzeugen den größten Teil ihres Stroms im Frühjahr und Sommer. Der höchste Wärmebedarf entsteht dagegen im Winter.
Die Simulation verteilt den angegebenen PV-Ertrag deshalb auf die einzelnen Monate. Ein Stromspeicher kann Solarstrom vom Tag in die Abend- und Nachtstunden verschieben. Er kann aber keinen Überschuss aus dem Juli für einen kalten Januartag speichern. Diese zeitliche Grenze wird im Rechner ausdrücklich berücksichtigt.
Welche Eingaben sollten Sie bereithalten?
Für eine möglichst brauchbare Rechnung benötigen Sie Ihren bisherigen Heizölverbrauch, den aktuellen Heizölpreis, den Strompreis, die Heizkurve sowie die COP- und Leistungswerte aus dem Datenblatt der Wärmepumpe. Wenn eine PV-Anlage vorhanden ist, tragen Sie deren tatsächlichen Jahresertrag ein. Bei Fernablesung oder Energiemanagementsystemen sollten Sie möglichst Werte aus einem vollständigen Kalenderjahr verwenden.
Hinweis:
Die Berechnung dient der wirtschaftlichen Orientierung. Sie berücksichtigt keine Finanzierungskosten, Investitionsförderung, außergewöhnlichen Reparaturen oder zukünftigen
Preisänderungen.
Die Simulation stellt keine individuelle Energieberatung, Heizungsplanung oder Rechtsberatung dar. Ergebnisse hängen von den eingegebenen Daten und vereinfachenden Modellannahmen ab.