Fernwärmepreise bestehen häufig aus mehreren Bestandteilen. Neben dem Arbeitspreis können Leistungspreis, Grundpreis, Messpreis und die vereinbarte Anschlussleistung erhebliche Kosten verursachen.
Diese Simulation stellt die jährlichen Fernwärmekosten den Betriebskosten einer Wärmepumpe gegenüber. Die Werte können Sie anhand Ihrer Abrechnung und der technischen Daten Ihres Gebäudes anpassen.
Sie können ihn mit Inhalt füllen, verschieben, kopieren oder löschen.
Warum Fernwärme schwieriger zu vergleichen ist:
Bei Fernwärme reicht der Preis je Kilowattstunde für einen aussagekräftigen Vergleich nicht aus. Viele Tarife enthalten einen jährlichen Grundpreis und einen von der vertraglich vereinbarten Anschlussleistung abhängigen Leistungspreis. Eine zu hoch angesetzte Anschlussleistung kann die Rechnung verteuern, selbst wenn tatsächlich wenig Wärme verbraucht wird.
Tragen Sie deshalb die Werte aus dem Preisblatt oder der letzten Jahresabrechnung ein. Maßgeblich sind der Arbeitspreis, der Leistungspreis je Kilowatt, die abgerechnete Anschlussleistung sowie Grund- und Messpreise. Preisstrukturen unterscheiden sich zwischen den einzelnen Fernwärmenetzen erheblich.
Übergabestation und Primärenergiefaktor
Die Übergabestation überträgt die Wärme aus dem Fernwärmenetz auf das Heizsystem des Gebäudes. Dabei können geringe Verluste entstehen. Der Rechner bildet diese über einen einstellbaren Übergabe-Nutzungsgrad ab.
Für den Primärenergievergleich benötigt die Simulation außerdem den Primärenergiefaktor des konkreten Fernwärmenetzes. Hier sollte kein allgemeiner Durchschnittswert verwendet werden. Den maßgeblichen Wert finden Sie regelmäßig im Nachweis des Versorgers oder in den Unterlagen zum Energieausweis. Fehlt diese Angabe, lässt sich der Primärenergievergleich nicht verlässlich durchführen.
Wärmepumpe mit regionalem Temperaturverlauf
Die Kosten der Wärmepumpe werden aus Strompreis, modellierter Jahresarbeitszahl und nutzbarem PV-Strom berechnet. Die Jahresarbeitszahl ergibt sich aus den hinterlegten COP-Punkten, der individuellen Heizkurve und dem Temperaturverlauf des gewählten Bundeslandes.
Eine niedrige Vorlauftemperatur verbessert das Ergebnis regelmäßig. Hohe Vorlauftemperaturen an kalten Tagen können die Effizienz dagegen spürbar senken. Der Rechner zeigt deshalb auch, ob die eingetragene Heizleistung der Wärmepumpe bei minus 10 Grad rechnerisch zur Gebäudeheizlast passt.
Hinweis:
Fernwärmeverträge können Preisänderungsklauseln, Mindestabnahmen oder besondere Regelungen zur Anschlussleistung enthalten. Die Simulation prüft diese
Vertragsbedingungen nicht.
Die Simulation stellt keine individuelle Energieberatung, Heizungsplanung oder Rechtsberatung dar. Ergebnisse hängen von den eingegebenen Daten und vereinfachenden Modellannahmen ab.